Unternehmen für Demokratie

Netzwerk für demokratische Verantwortung

Gemeinsam Verantwortung übernehmen für die Demokratie

Unternehmen tragen Mitverantwortung für eine starke Demokratie. Das Netzwerk «Unternehmen für Demokratie» unterstützt Unternehmen dabei, diese Verantwortung wahrzunehmen, sichtbar zu machen und gemeinsam weiterzuentwickeln.

Demokratie ist eine Grundlage für erfolgreiches Wirtschaften.

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie lebt davon, dass Menschen informiert sind, mitdiskutieren, Verantwortung übernehmen und daran glauben, dass ihre Stimme zählt. Für ihr Funktionieren braucht es deshalb das Engagement der ganzen Gesellschaft.
Auch Unternehmen sind Teil dieser Gesellschaft. Sie profitieren von demokratischen Institutionen wie Rechtssicherheit, Gewaltenteilung, freien Medien und einem verlässlichen politischen System. Gleichzeitig sind sie wichtige Begegnungs- und Austauschorte: Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Haltungen und Meinungen kommen hier zusammen, diskutieren und arbeiten gemeinsam an Lösungen.

«Corporate Democratic Responsibility» bedeutet, dass Unternehmen ihre Mitverantwortung für die Demokratie wahrnehmen – nicht parteipolitisch, sondern als Engagement für die demokratischen Grundlagen der Gesellschaft, der Wirtschaft und den Firmen als demokratische Mikrokosmen selbst.

Das Netzwerk

Das von Pro Futuris, dem Think & Do Tank der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) mit-initiierte Netzwerk bringt Unternehmen zusammen, die ihre demokratische Verantwortung wahrnehmen und gemeinsam weiterentwickeln möchten. Als Netzwerk schaffen wir Raum für Austausch, Inspiration und gemeinsames Lernen. Wir geben Orientierung, machen gute Beispiele sichtbar und unterstützen Unternehmen dabei, eigene Aktivitäten zur Stärkung der Demokratie umzusetzen.  

Das Netzwerk bietet

  • Austausch & Inspiration
    Vernetzung mit anderen Unternehmen und Einblicke in Erfahrungen und gute Beispiele
  • Wissen & Impulse
    Regelmässige Veranstaltungen zu Demokratie-Themen, Studien und aktuellen Entwicklungen
  • Orientierung
    Konkrete Ideen und Möglichkeiten, wie Unternehmen ihre demokratische Verantwortung wahrnehmen können
  • Sichtbarkeit
    Öffentlichkeitsarbeit zu Unternehmensverantwortung und Unternehmensengagement für Demokratie

Gemeinsame Grundprinzipien

Das Netzwerk verbindet Unternehmen, die überzeugt sind, dass sie eine Mitverantwortung für das Funktionieren der Demokratie in der Schweiz tragen und gleichzeitig diese Verantwortung durch konkretes Handeln wahrnehmen.

Diese Unternehmen sind Teil des Netzwerks

Direkte Demokratie ist ein zentraler Bestandteil unserer Gesellschaft und unseres Erfolgsmodells Schweiz. Bei Everllence ermutigen wir insbesondere junge Mitarbeitende, sich mit Zukunftsfragen auseinanderzusetzen und Verantwortung als Mitgestalterinnen und Mitgestalter zu übernehmen. Denn nur gemeinsam können wir die Antworten auf die Herausforderungen von morgen prägen.
Sandro Toldo,
Leiter Berufsbildung, Everllence Schweiz AG
Direkte Demokratie ist weder Selbstläufer noch selbstverständlich. Wir müssen direkte Demokratie aktiv leben und nicht nur konsumieren: heute und für die Zukunft. Wir wollen speziell unseren jungen Mitarbeitenden ermöglichen, sich mit Zukunftsfragen auseinanderzusetzen. Denn die Antworten auf diese Fragen können wir dank direkter Demokratie mitbestimmen.
Dominik Marbet,
Head Corporate Communications, Baloise
Unternehmen haben eine gesellschaftliche Verantwortung, die einzigartige politische Kultur unseres Landes zu erhalten und zu fördern. Das "Netzwerk für demokratische Verantwortung" ist für Helvetia genau das ideale Gefäss, um dieser Verantwortung gerecht zu werden.
Marco Natoli,
Head Public Affairs, Helvetia
Die direkte Demokratie und das Milizsystem gehören zur Identität unseres Landes und sind Eckpfeiler des Erfolgsmodells Schweiz, denen es Sorge zu tragen gilt. Es ist uns ein Anliegen, junge Menschen für Politik und Demokratie zu sensibilisieren und sie in ihrer Rolle als zukünftige Gestalter der Gesellschaft zu fördern.
Pascal Gentinetta,
Head Public Policy & Stakeholder Management, Julius Bär
Als grösste private Ausbildnerin der Schweiz tragen wir eine grosse Verantwortung, die wir ernst nehmen. Mit dem Workshop regen wir die Lernenden dazu an, kritisch zu hinterfragen und die Zukunft durch demokratische Teilnahme aktiv mitzugestalten.
Thomas Knöpfel,
Leiter Nachwuchsprogramme, Migros-Genossenschafts-Bund
Die gelebte Demokratie ist eine Grundvoraussetzung für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Roche sieht in der „Corporate Democratic Responsibility“ einen Aspekt der Nachhaltigkeitsziele, denen sie sich verpflichtet. Wir bilden jedes Jahr rund 300 Lernende aus. Diese erhalten die Möglichkeit, sich aktiv in Workshops mit der Zukunft zu befassen und für sich Wege der Mitgestaltung zu entdecken.
Andrea Elisabeth Knellwolf,
Community Relations Politik&Wirtschaft, F. Hoffmann-La Roche AG
Unsere Lernenden nahmen am Workshop "Mission Zukunft" von Pro Futuris teil und setzten sich spielerisch mit der Schweiz, der Entwicklung unseres Landes und ihrer eigenen Zukunft auseinander. Für uns ist es wichtig, dass unsere Jugend nicht nur die aktuelle Lage versteht, sondern auch weiss, wie sie die Zukunft aktiv mitgestalten kann.
Simon Brunner,
Teamleiter Ausbildungsverantwortliche, Siemens Schweiz AG
Zukunft gestalten heisst, unternehmerisch denken: vorausschauend, miteinander, lösungsorientiert. Davon lebt auch unsere direkte Demokratie. Mit dem Projekt "Mission: Zukunft" bieten wir unseren in Ausbildung stehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Gelegenheit für einen Dialog über die Zukunft – ihre eigene, der Schweiz, und auch von Swiss Re.
Dr. Urs Leimbacher,
Senior Public Affairs Advisor, Swiss Re

Demokratie stärken: So können Unternehmen aktiv werden

Jedes Unternehmen hat andere Möglichkeiten und Ressourcen, um die Demokratie zu stärken. Unser Massnahmenkatalog zeigt verschiedene Optionen– von einfachen Massnahmen im Arbeitsalltag bis hin zu umfassenderen Aktivitäten, gegliedert in drei thematische Bereiche:

  • Tun & Mitwirken: Mitarbeitenden ermöglichen, sich ehrenamtlich oder politisch zu engagieren und gesellschaftliches Engagement fördern
  • Reden & Haltung zeigen: Demokratische Prinzipien öffentlich unterstützen, Dialog ermöglichen oder demokratische Anliegen durch Kampagnen und andere Aktivitäten sichtbar machen
  • Lernen & Wissen: Demokratiekompetenzen stärken – beispielsweise politisches Verständnis, Umgang mit Desinformation, Argumentation und Debattenkultur
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In der ersten Projektphase 2023-2024 wurde das Projekt ausserdem durch den Integrationskredit des Bundes (im Rahmen des Programms Citoyenneté der EKM) unterstützt.

«Demokratie ist anstrengend. Sie muss geschützt und immer wieder neu erstritten werden.»

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